Planspiel Börse 2002: 

Krötenbroker, Börsenjunkies und RSL-Sparschweinchen

Was ist los, wenn 15- und 16jährige in den Pausen das Handelsblatt studieren, nachmittags per Internet gewagte Käufe tätigen und über DAX, Nasdaq und Bilanzen fachsimpeln? Richtig, das Börsenspiel der Sparkassen ist in vollem Gange. Bei dem größten europäischen Schulbörsenspiel waren die Schülerinnen und Schüler der Realschule Lachendorf mit Sachkenntnis, Einsatzbereitschaft und - wie auch in den letzten Jahren - mit Erfolg bei der Sache. 
In 17 Gruppen konnten sie unter der Betreuung der Sparkasse Celle das fiktive Startkapital von 50.000 Euro durch Aktienkäufe und -verkäufe geschickt vermehren. Die Abwicklung aller Aktivitäten über das Internet ermöglichte nicht nur den schnellen Zugriff auf Kurse und Depotinformationen, sondern auch die Teilnahme einer Schule aus La Paz, Bolivien. 
Während der Spielzeit September bis Dezember 2002 hatte die Sparkassen-Börsenspiel- Zentrale das Geschäftsvolumen eines mittelgroßen Geldinstituts zu bewältigen. Über 600.000 Aufträge mit einem Umsatz von mehr als 4 Milliarden Euro wurden für die Nachwuchsbroker bearbeitet. Hoch im Kurs standen dabei die Werte der Software-Branche, gefolgt von Auto- und Technologie-Aktien.
Den gelungenen Abschluss des diesjährigen Börsenspiel- Durchgangs bildete traditionell die Preisverleihung im Hotel "Celler Tor". In seiner Eröffnungsrede erklärte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Celle, Axel Lohöfener, den geladenen Spielgruppen und Lehrern humorvoll den Zusammenhang zwischen Hühnern, Enten und Aktien. Von Daten, Zahlen und Fakten - und vor allem von den Gewinnern - berichtete Birgit Krüger von der Marketing-Abteilung der Sparkasse. Vier Spielgruppen der Realschule Lachendorf wurden mit Urkunden und 50 Euro Preisgeld ausgezeichnet. "Waynes Börsengraupen" (5 Schüler/innen der Klasse 10b) waren mit einem Depotwert von fast 65.000 Euro und einem beachtlichen 8. Platz unter den 750 Teilnehmern der 15 Schulen in Stadt und Landkreis Celle besonders erfolgreich. Übrigens: Die Bundessieger aus Pegnitz erzielten mit einem Depotwert von 135.000 Euro ein Ergebnis, von dem professionelle Analysten nur träumen können. Prämiert wurden auch der Tipp auf den EuroSTOXX 50 des letzten Börsentags sowie besonders originelle Spielgruppennamen. Zum feierlichen Rahmen der Verleihung gab es ein leckeres Buffet und peppige Live-Musik.
Mit dem Planspiel Börse leistet die Sparkasse einen praxisnahen und innovativen Beitrag zur Förderung des Wirtschaftsverständnisses junger Menschen. Die Schülerinnen und Schüler eignen sich spielerisch betriebswirtschaftliche Kenntnisse an, trainieren Kooperationsfähigkeit und den Umgang mit neuen Technologien.
Und was ist los vom 1. Oktober bis zum 16. Dezember 2003? 
Richtig, da läuft an unsrer Schule wieder das Börsenspiel der Sparkassen, dann in der 21. Runde.  (Ht)