SONNE, SPASS UND RUMGERENNE
Abschlussfahrt der Klassen 10b, 10c und 10d nach Prag
vom 19. bis zum 24.04.2006

Am Mittwoch, 19.04. fuhren wir um 8.30 Uhr an der Realschule ab, um die Klassenfahrt nach Prag zu starten. Nach langer Fahrt kamen wir nachmittags am Hotel „Fortuna Luna“ an, das sich in einem Außenbezirk von Prag befindet. Dieser „Plattenbau“ war erst einmal ein Schock, da das Hotel von außen eher ungemütlich wirkte, von innen stellte es sich aber als ganz in Ordnung heraus. Dann hieß es erst einmal „einchecken“ und ab in den siebten, achten und zehnten Stock zum Kofferauspacken. Nach dem Abendbrot machten wir es uns auf den Zimmern gemütlich, der Tag klang relativ ruhig aus.

Am Donnerstag fuhren wir um 9.00 Uhr mit Bus und Bahn in die Stadt. Aber Achtung: Immer schön auf die Wertsachen aufpassen!!! (Leider hatten die Diebe bei uns Erfolg.) Bis mittags bekamen wir klassenweise von Herrn Janicek und zwei Stadtführerinnen im strahlenden Sonnenschein eine Führung durch die Prager Neustadt, die Josefstadt, zum Altstädter Ring mit dem Rathaus und der Apostelparade, bis zur Karlsbrücke. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung, was von den meisten zum Shopping oder zum Parkbesuch genutzt wurde. Am Abend ging es in die Pizzeria „Donna“ (Suppe, Pizza, Tiramisu) und danach ins Schwarzlichttheater IMAGE, wo wir „Frankenstein“ sahen.

Am Freitag besichtigten wir – wieder bei tollem Wetter - die Prager Burg mit dem Veitsdom, dem Königspalast und dem Goldenen Gässchen. Auch dieser Nachmittag blieb zur freien Gestaltung, die Klasse 10c besuchte das Wachsfigurenkabinett.
Das Abendessen gab es im „Krizem Krazem“ (Suppe, Gulasch mit Knödeln, Pfannkuchen mit Eis). Danach gingen einige Schüler mit Frau Krause und Frau Zain in Europas größte Discothek, der Rest fuhr zum Hotel zurück.

Am Samstag ging es nach Theresienstadt und Melnik. Nach dem Frühstück ging es um 8.30 Uhr los, natürlich mit zwei Bussen, denn in einen hätten die drei Klassen kaum reingepasst. Begleitet wurden wir von Herrn Janicek und einer weiteren Reiseleiterin. Die Fahrt dauerte nur kurz, dann fuhren wir vor dem ehemaligen NS-Gefängnis Theresienstadt vor und betraten es in zwei Gruppen. Der Leiter unserer Gruppe zeigte uns die Räume und Zellen und erzählte uns alle Einzelheiten – und ich muss sagen, er erzählte viel.

Ich denke, die Schilderungen der Vergangenheit haben alle tief entsetzt. Im Anschluss daran sahen wir noch einen sehr beeindruckenden Film über das Gefängnis und besichtigten das Museum.

Nachdem wir wieder im Bus saßen, nahmen wir Kurs auf Melnik mit dem dazugehörigen Schloss. In Melnik war zwar nicht so viel los wie in Prag, aber dafür war es auch doppelt so gemütlich und preiswert. Die Stunde Pause verbrachten wir größtenteils mit essen, da Cafés und Pizzerien zahlreich vertreten waren. Im Schloss staunten wir über die prachtvolle Ausstattung und die herrlichen Räumlichkeiten. Besonders die Hirschgeweihe hatten es den meisten angetan. Nach der Schlosstour fuhren wir wieder zum Hotel zurück. Nach unserer Ankunft hatten wir für den Rest des Tages frei, die Klassen 10b und 10d trafen sich erst zum Abendessen mit ihren Lehrern, die Schüler der 10c gingen auf eigene Faust in die City. Am späten Abend wurde in der Nähe unseres Hotels gebowlt.

Am Sonntag ging es um 9.00 Uhr mit Bus, U-Bahn und Straßenbahn zum Laurenziberg, dort fuhren wir mit der Zahnradbahn hinauf. Oben angekommen führte uns die Reiseleiterin in Richtung des „kleinen Eiffelturms“. Bevor wir diesen hinaufstiegen, machten wir noch einen Abstecher ins Spiegellabyrinth, welches in einem kleinen Schlösschen untergebracht war. In der Mitte des Labyrinths befanden sich lustige Verzerrspiegel, die uns größer, schlanker, dicker, kleiner, … erscheinen ließen. Dann ging es aber tatsächlich zum Eiffelturm, den der Großteil von uns mit Herrn Löschmann zu Fuß hochkletterte. Oben auf dem Riesending hatten wir einen tollen Ausblick auf die Stadt. Dann gingen wir zu Fuß den Berg hinunter, na ja, wir trotteten eher. Vorbei an der deutschen, amerikanischen, japanischen und … Botschaft kamen wir an der Karlsbrücke an, machten aber noch einen kurzen Abstecher zur John Lennon-Mauer. 
Dann trennten sich unsere Wege, wir hatten wieder einmal Freizeit, um letzte Souvenirs zu kaufen und das schöne Wetter zu genießen. Die Klasse 10c traf sich zwischendurch zu einem Besuch des Foltermuseums (Habt ihr schon mal etwas von der Eisernen Birne gehört?), um 17.30 Uhr kam aber für alle Klassen das Highlight des Tages. Wir trafen uns am Altstädter Ring und latschten quer durch die Stadt zum Flussufer der Moldau und bestiegen ein Schiff, wo schon ein nettes Buffet für uns bereit stand. Nach dem Essen setzten wir uns auf das Deck und Herr Janicek erzählte uns etwas zu den Sehenswürdigkeiten, an denen wir vorbeifuhren.
Nach zweistündiger Bootsfahrt kehrten die meisten zum Hotel und zum geliebten Kiosk zurück, die 10c ließ den Abend in einer Bar ausklingen, andere Schüler genossen das abendliche Prag.

Am Montag war nicht mehr viel Programm, erst einmal mussten wir zusehen, dass wir mit dem Packen fertig wurden. Danach wurde der städtische „Polen“-Markt besucht, auf dem fast alle „fündig“ wurden, besonders das Verhandeln mit den Verkäufern war sehr lustig. Nach einer Stunde Marktbummel fuhren wir zum Hotel zurück. Letztes Gedrängel am Fahrstuhl, Umtauschen der Restkronen, dann luden wir die Koffer in den Bus und fuhren Richtung Lachendorf, wo wir am späten Abend müde ankamen.

Schüler(innen) der Klassen 10b, 10c und 10d