31.10.2006: Reformationstag

Laut Runderlass des Kultusministeriums vom 04.11.2005 muss den evangelischen Schülerinnen und Schülern Gelegenheit gegeben werden, am Reformationstag am Gottesdienst oder an einer vergleichbaren Veranstaltung teilzunehmen. 

Der Fachleiter Religion und der Pastor der evangelischen Gemeinde Lachendorf bereiteten deshalb zusammen mit den Religionslehrkräften einen Gottesdienst vor. Fast alle Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte nahmen dieses Angebot wahr und gingen in der fünften Stunde gemeinsam zur Arche Noah. (Der verbleibende Rest wurde übrigens beschult.) 

In der Arche Noah lief ein Gottesdienst ab, der von Pastor Funke, den Religionslehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern vorbereitet worden war:

Herr Koslowski:

Guten Morgen, Pastor Funke!

Pastor Funke: 

Guten Morgen, Herr Koslowski und herzlich willkommen allen, die Sie heute mitgebracht haben.

Herr Koslowski:

Danke für Ihr Willkommen! Wissen Sie, heute ist doch Reformationstag und dabei denkt man doch immer auch an Martin Luther. Sie, als Vertreter der Kirche, können uns allen sicherlich bei einer Fragestellung weiterhelfen: Was war Luther eigentlich für ein Mensch?

Pastor Funke: 

Hm, die Antwort fällt mir nicht leicht. Zunächst war er einer, der alles Gute, was er erlebt hat, auf Gott zurückgeführt hat. Für alles, was er bekommen hat, hat er gedankt, auch für ganz einfache Dinge wie einen guten Morgen hat er Gott gedankt. Lassen Sie uns das auch einmal tun!

LIED: „Danke für diesen guten Morgen“

Herr Koslowski:

Wer für alles dankbar sein kann, der ist schon eine besondere Persönlichkeit. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dieses der einzige Wesenszug gewesen sein soll. Gibt es da nicht auch noch mehr von ihm zu berichten?

Pastor Funke: 

Tja, er war Gott nicht nur sehr dankbar. Er hatte auch einen großen Glauben an ihn und hat Gott sehr viel zugetraut: Viel Power für sein Leben, das Gefühl der Sicherheit, Selbstbewusstsein. So schreibt er es auch in seinem Lied "Ein feste Burg ist unser Gott ..." 

Beitrag der Klasse 6c zu „Ein feste Burg ist unser Gott“

Herr Koslowski:

Waffen des Glaubens? Das klingt so kriegerisch! So revolutionär? War Luther denn so einer?

Pastor Funke: 

Richtig. Heute würden wir sagen: Er war auch ein Revoluzzer und Reformer, sozusagen ein "Revo-Luther"..

Herr Koslowski:

Wie soll man das nun verstehen?

Sketch der Klasse 7b: "Was ist Reformation?" 

(Reformation heißt Veränderung in der Kirche!)

Herr Koslowski:

Wie man gehört hat, ist das gar nicht so einfach zu verstehen! Woher nahm er denn die Überzeugung, dass sich überhaupt etwas zu verändern lässt?

Pastor Funke: 

Das waren nicht seine Gedanken. Er ist durch das Lesen in der Bibel darauf gekommen, dass Gott selbst Veränderungen schaffen will. Gott macht die Dinge neu.

Herr Nord:

Lesung: Jesaja 65,17ff:

"Der Herr sagt: "Alle Not wird vergessen sein, ich bereite ihr ein Ende. Alles mache ich jetzt neu: Einen neuen Himmel schaffe ich und eine neue Erde. Dann sehnt sich niemand nach dem zurück, was früher einmal gewesen ist.; kein Mensch wird mehr daran denken. Freut euch und jubelt ohne Ende über das, was ich nun schaffe! Ich mache Jerusalem zur Stadt der Freude und seine Bewohner erfülle ich mit Glück. Ich selbst will an Jerusalem wieder Freude haben und über mein Volk glücklich sein.

Pastor Funke: 

Gott macht alles neu. Das ist doch auch für uns eine gute Nachricht. Lasst uns singen: 

Lied „Siehe, ich mache alles neu“

Herr Koslowski:

Und was wollte er eigentlich zu seiner Zeit verändern, erneuern?

Pastor Funke: 

Das hat eine siebte Klasse recht anschaulich in einer Collage dargestellt. Sehen und hören Sie selbst.

Vorstellung der Collagen

Herr Koslowski:

Das ist ja alles schön und gut, nur uns trennen Welten von Luther und seiner Zeit. Heute hat doch keiner mehr Angst vor dem höllischen Feuer oder erzittert vor Gott. Was kann das denn für uns heute bedeuten? Reformation? Veränderung in der Kirche? Sollte nicht alles so bleiben, wie es ist? 

Pastor Funke: 

Vielleicht fragen Sie einmal die Leute hier, was ihrer Ansicht nach heute in der Kirche reformiert werden müsste?

Herr Koslowski:

Martin Luther hat die Veränderungsvorschläge, seine Thesen, an die Schlosskirche zu Wittenberg genagelt. Wir wollen heute etwas Ähnliches tun. Wir nageln unsere "Denkzettel", Zettel, über die die Vertreter der Kirche nachdenken sollen, an die Tür, die die beiden Schüler der 10d gerade hereingebracht haben. das werden zwei Schüler für uns stellvertretend tun. Wer hilft uns mit? Was sollte, muss in der Kirche heute verändert werden?

Die Schülerinnen und Schüler nennen ihre Veränderungswünsche, zwei Schüler notieren sie, 2 Schüler schlagen sie an die Tür.

Herr Koslowski:

Danke für Eure Mithilfe. Vielleicht kann das Eine oder Andere davon umgesetzt werden. Nun hätte ich aber noch eine Frage an Sie, Herr Funke. Können Sie sich vorstellen, was uns Luther heute wohl sagen würde, was heute reformiert, verändert werden müsste?

Pastor Funke: 

Predigt zu: „Was würde uns Luther wohl heute sagen?“

Wir haben gemerkt, dass dass auch wir aufgefordert werden, uns an Veränderungen zu beteiligen. Das ist das Thema des nächsten Liedes, was wir gemeinsam singen wollen

Lied: „Ihr seid das Salz der Erde“

Pastor Funke: 

Gebet und Segen

Lied: „Siehe, ich mache alles neu“