29.09.2008: Biogasanlage in Ahnsbeck

Interessierte Schüler/innen der 10. Klassen nahmen am Montag, dem 29.09.2008, freiwillig nach Unterrichtsschluss an einer Besichtigung der Biogasanlage in Ahnsbeck teil.

Ehepaar Dralle, die Betreuer der AHBULA (Ahnsbeck, Bunkenburg und Lachendorf) begrüßten die Schüler/innen mit Schokoküssen und Getränken auf dem Vorhof.

Hier stellten die Schüler/innen auch ihr Gesamtgewicht von 860 Kg fest, denn sie standen gemeinsam auf einer Waage, die für die Gewichtsbestimmung des angelieferten Mais vorgesehen ist.

Die 500kW- Anlage benötigt energiereiche Pflanzen, wie z.B. Mais, Grünroggen und Kartoffeln. In unserer Gegend wird Mais verwendet, da dieser einfach anzubauen ist und am wenigsten Wasser benötigt. Der angelieferte Mais wird siliert und auf dem Hof gelagert. Zur Zeit lagern ca. 30.000 t gehäxelter Mais unter einer Vogelschutzplane.

Das Funktionsprinzip einer Biogasanlage ist ganz einfach:

Der gehäxelte, selierte Mais gelangt zunächst zum Vergären in den Gärbehälter (Fermenter). Insgesamt wird die Biogasanlage 48mal am Tag „gefüttert“. Der „Abschmecker“ überprüft jeden Tag vom Pumpenraum (Überwachungsraum) aus die automatisierten Vorgänge.

Im Fermenter verweilt das Substrat mehrere Tage, wobei durch die Aktivität der Mikroorganismen Biogas gebildet wird. Um die Bildung von Schwimmdecken und Sinkschichten zu verhindern, muss da Substrat ständig gerührt werden. Dadurch wird zusätzlich das Entweichen der entstandenen Gase erleichtert. Das vergorene Substrat gelangt im Anschluss in einen Nachgärer und schließlich in einen Schlammbehälter. Das frisch erzeugte Biogas muss zunächst gereinigt werden: Durch Zufuhr von Sauerstoff wird es entschwefelt.

Das entstandene Gas (Methan) wird zum Blockheizkraftwerk weitergeleitet. Das Gas ist dabei Brennstoff für den Motor, der zur Stromgewinnung einen Generator antreibt. Die dabei anfallende Abwärme des Motors wird als Heizwärme genutzt. Zur Zeit können 100 neu gebaute Häuser oder 2 alte Fachwerkhäuser beheizt werden. Ein Teil der Wärme wird direkt zum Erwärmen des Gärbehälters verwendet.

Die aus der Vergärung übriggebliebene Biomasse eignet sich als biologischer Dünger.

Stefanie (10b), Tabea (10c), Kl