Zukunftstag am 26.04.2012 (Firma Schlau)

Am 26.April war unser Zukunftstag. Früher hieß er Girls-Day. Heute können auch Jungs daran teilnehmen. An diesem Tag können wir in verschiedene Berufe reinschnuppern.
Ich war bei meinem Vater. Er ist Auslieferungsfahrer bei der Firma Schlau, ein Großfachhandel für das Malerhandwerk. 
Um 3.45 Uhr stand mein Vater auf. Ich bin um 4.00 Uhr aufgestanden. Nachdem wir gefrühstückt hatten, sind wir um 5.15 Uhr nach Braunschweig losgefahren. Um ca.6.10 Uhr sind wir angekommen. Dann hat mein Vater sich am Computer angemeldet. Das ist wichtig, denn der Computer zählt die Arbeitsstunden. Dadurch weiß er und der Chef ob jemand z. B. Überstunden hat. Diese Überstunden werden dann in Freizeit vergütet.

Sobald mein Vater mit dem Anmelden fertig war, habe ich mich etwas umgeschaut. Während mein Vater den LKW belud, machte ich Fotos von Teppichen, Böden und Tapeten. In jedem der Schlaumalermärkte gibt es eine schöne Ausstellung von den neusten Kollektionen. Dort können die Maler wie auch die Endkunden zwischen unzähligen Mustern, sei es Tapeten oder Fußbodenbelägen, aussuchen. Ich habe mich gewundert, wie viele Tapeten und Teppiche und Fußbodenbeläge es gibt.
Zwischendurch habe ich auch Fotos von meinem Vater gemacht, wie er arbeitete und z. B. einen Stapler fuhr. Es war sehr interessant. Als ich mich dann richtig umgeschaut hatte, half ich meinem Vater beim Beladen. Toll war es, dass ich die Hebebühne bedienen durfte. Die Waren wurden auf Paletten geladen, danach mit einer Folie fest verschnürt und mit einem Hubwagen auf die Ladebordwand des LKW gezogen. Mit der Hebebühne fährt man den Hubwagen samt Palette nach oben.
Bald waren wir bereit zum Aufbruch. Mein Vater freut sich immer darauf. Endlich mehr Ruhe.
Schon bald waren wir beim ersten Kunden. Ich half beim Abladen mit. Man muss sehr gut beim Beladen überlegen, welchen Kunden man als erstes und als letztes belädt. Ebenso wichtig ist dabei, dass man die Tour so plant, das man nicht kreuz und quer fährt. Sonst verliert man zu viel Zeit und es kostet zu viel Sprit. Aber man muss auch auf die Öffnungszeiten der Kunden achten, damit man keine unnötigen Wartezeiten hat und dadurch Zeit verliert. Am besten ist es, viele Kunden in kurzer Zeit zu beliefert.
Zwischendurch drehte ich Videos oder machte Fotos, wie mein Vater Waren abgeladen hat.
Einmal war es nicht so einfach, den LKW zu wenden, denn wir waren in einer Sackgasse. Dort mussten wir einen Kunden beliefern. 

Nun wusste ich endlich, wo mein Vater arbeitet und was er den ganzen Tag so erlebt. Dadurch lernte ich auch die Städte Braunschweig, Königslutter, Wolfenbüttel, Salzgitter Bad, Salzgitter, Peine und noch einige andere kleine Dörfer kennen.
Mein Vater versucht immer so viele Kunden wie möglich bis zur Mittagspause zur beliefern. Ich freute mich schon auf die Mittagspause, denn ich hatte schon richtig dollen Hunger.
Danach brauchten wir nur noch drei Kunden zu beliefern und ich freute mich schon riesig darauf, dass wir nach Hause fuhren, denn ich war so müde vom Tag. Aber das würde noch etwas dauern, denn nachdem wir alle Kunden beliefert hatten, musste mein Vater mit dem LKW noch zur Werkstatt. Dies würde mindestens 1,5 Stunde dauern. Daraufhin entschloss sich mein Vater, den LKW dort zu lassen, um ihn am nächsten Tag abzuholen. Darüber war ich froh, ich war doch sehr müde und mein Vater wollte auch Feierabend machen. Mittlerweile war es 16.30 Uhr geworden.
Mein Vater brachte noch die Papiere und das kassierte Geld ins Büro, meldete sich wieder am Computer ab und dann konnten wir nach Hause fahren.
Dieser Tag war sehr aufregend für mich.

Ruth (6c)