21.09. - 03.10.2008: Frankreich-Austausch

Zwei Schülerinnenteams gaben Berichte ab:

Montag, 22. September

Nach 16stündiger Fahrt mit dem Bus waren wir in Bricquebec angekommen. Anschließend schleppten wir die Koffer ins College um in der Kantine auf die Austauschschüler mit ihren Familien zu warten. Nach einer kurzen Willkommensrede des Direktors und der französischen Deutschlehrerin Mme Lecoffre wurden wir mit unseren Austauschschülern bekannt gemacht. Ein kleines Buffet sorgte für eine lockere Atmosphäre. Danach fuhren wir mit unseren Familien nach Hause.

Dienstag, 23.September

Um 8.30 Uhr beginnt im College der Unterricht. Manche unseren Deutschen fuhren mit dem Bus zur Schule, wie auch in Lachendorf viele kleine Dörfer um Bricqubec siedeln. Ein Rundgang durch die Schule und ein Film über den Mont Saint Michel bereiteten uns ausreichend auf die kommenden Tage vor. Als nächstes gingen wir ins Rathaus. Etwas später am Tag aßen wir in der 5-Sterne-Kantine. Anschließend buken die eingeteilten Gruppen mit den Franzosen einen Apfelkuchen, den wir mit allen Deutschen zusammen aßen. Um 16:45 war der erste Schultag für uns beendet. Um 17.00 Uhr fuhren dann auch die Busse ab. 

Mittwoch, 24. September

Wie an jeden Morgen trafen wir uns im College getroffen. Nach einer längeren Busfahrt wurden wir 10 km vor dem Mont Saint Michel an einem Strand abgesetzt. Von dort aus wanderten wir durchs Watt, vorbei an der Felseninsel Tombelaine, wo wir eine kurze Rast machten.

Donnerstag, 25. September

An diesem Tag fuhren wir nach Cherbourg.

Nach einem kurzen Stopp an einem kleinen Hafen stiegen wir mit der Gruppe auf einen Berg. Oben angekommen, machten wir Pause und erkundeten das sich dort befindende Museum. Anschließend hatten wir noch Zeit zum ausgiebigen Shopping in der Innenstadt.

Freitag, 26. September

Die Gruppen, die nicht für diesen Tag in den Kochkurs eingeteilt waren, nahmen am französischen Unterricht teil. Anschließend gab es in der Kantine Mittagessen. Den Abend verbrachten wir zusammen mit unseren Franzosen in einem zur Disco umfunktionierenden Saal in Bricquebec. Das Wochenende verbrachten wir in unseren Gastfamilien.

Montag, 29. September

Nach unserem gewöhnlichen Treffen im College gingen wir gemeinsam zum Wochenmarkt, der in Bricquebec stattfindet. Danach bekamen wir eine Führung durch den Bergfried. Bevor wir zurück in die Schule gingen, um in der Kantine zu essen, durften wir noch über den Markt bummeln.

Dienstag, 30. September

Wir fuhren nach Lessay um die Käsefabrik zu besichtigen. Der Geruch in der Fabrik war schon ein besonderes Erlebnis. Im Dorf bekamen wir einen Raum zu Verfügung um dort zu picknicken. Am Nachmittag fuhren wir noch in eine Stadt zum spontanen Shopping.

Mittwoch, 1. Oktober

In der ersten und zweiten Stunde spielten wir gegen die Franzosen Handball. Dann hatten wir eine Besprechung mit den Lehrkräften und anschließend aßen wir wieder einmal in der Kantine zu Mittag. Den Nachmittag hatten wir frei zur Verfügung.

Donnerstag, 2. Oktober

Am letzten Tag hatten wir wieder in den ersten beiden Stunden Sport. Dieses Mal spielten wir Volleyball.

Leider machten wir wegen der schlechten Wetterverhältnisse keine Radtour, sondern gingen in ein altertümliches Museum. Anschließend konnten wir noch in Bricquebec einkaufen. Am Abend fuhren wir dann schweren Herzens wieder nach Hause. 
Der Austausch hat uns allen viel Spaß gemacht und wir werden die Zeit nicht so schnell vergessen.

Chantal und Mirjam (10c)

Am Sonntag, dem 21. September 2008, war es endlich soweit, um 22.00 Uhr ging die lange, aber lustige Busfahrt nach Frankreich los. Wir waren alle voller Spannung, wie wohl unsere Gastfamilie, Austauschschüler, die Schule und vieles mehr aussehen würden. Nach der für uns kurzen Nacht war es endlich soweit, nach dem kurzen Stopp in Bayeux kamen wir um 14.45 Uhr in Briquebec an. Wir schleppten unsere Koffer in den Deutschraum und wurden nach kurzem Warten von Mme. Lecoffre, der Deutschlehrerin, in die Kantine geführt.

Nachdem wir dann den Franzosen zugeteilt worden waren, ging das Abenteuer auch schon los.

Auf dem Weg „nach Hause“ verbrachte man die Fahrt damit zu überlegen, was man vergessen hatte. Noch schlimmer waren die Überlegungen, was man sagen sollte, welche Zeit, Satzstellung und Konjunktion man verwenden sollte, denn schließlich wollte man sich auf keinen Fall blamieren. Dann kam für den einen oder anderen der nächste Schock: Das Haus war noch nicht beheizt, das Badezimmer und die Toilette waren getrennt, sodass man zum Händewaschen erst durchs halbe Haus flitzen musste. Ungewohnt auch die Mahlzeiten: Sie fielen (bis auf's Abendessen) sehr klein aus, so gab es Leute, die sich morgens mit nur einem kleinen Keks begnügten. Wenn wir uns nicht gerade in irgendeinem Supermarkt in der Nähe aufhielten, um unseren Hunger zu beseitigen und den Vorrat für die restlichen Tage aufzufüllen, machten wir viele interessante Ausflüge, z.B. eine Wattwanderung zum Mont-Saint Michelle, eine Besichtigung der Käsefabrik und eine Shoppingtour in Cherbourg und vieles mehr.

Wie man sieht, waren wir rundum beschäftigt, sodass wir absolut keine Zeit hatten, noch Schulaufgaben zu machen!!! *grins*

Na ja, da kommen wir zum Thema Schule! Im Collége in Briquebec fühlten sich einige wie im „Knast“, die Wände waren kalt gestaltet, die Lehrer sehr streng und die Bedeutung „Sauberkeit“ wurde auch anders interpretiert als in der RSL!! Der angenehmste Raum war die Kantine, wo täglich 600 SchülerInnen ihre Mahlzeit zu sich nehmen.

Am 2. Oktober ging es abends um 21.00 Uhr wieder nach Hause.

Vielen ist der Abschied sehr schwer gefallen, aber wir sehen uns ja zum Glück im April 2009 wieder.

   

Trotz alledem war es eine tolle Erfahrung und ein gelungener Austausch!

Es hat uns allen, mit Höhen und Tiefen, viel Spaß gemacht. Aber zum Glück standen uns unsere Lehrkräfte immer zur Seite, denn ohne sie hätte alles nicht so gut und reibungslos geklappt.

Wir hoffen, dass die Partnerschaft zwischen Lachendorf und Briquebec noch lange bestehen wird.

Shali und Franzi (10b)