08.10. - 13.10.2010: Lehrkräfte in Bricquebec

Allen "Unkenrufen" anderer Schulleiter zum Trotz machten sich in den Herbstferien 2010 immerhin acht Lehrkräfte (also genau 25 % des Kollegiums!) sowie sechs "Anhängsel" und zwei Hunde auf den Weg nach Bricquebec.

Zu Zehnt starteten wir am 08.10.2010 kurz nach 21.00 Uhr in zwei VW-Bussen an der Realschule, vier weitere Personen waren unabhängig von den Bussen unterwegs. Die VW-Busse erreichten Bricquebec gegen 11.00 Uhr am Sonnabend und alle Insassen frühstückten zunächst ausgiebig im Café de Paris, bevor es in die Quartiere ging.

Um 15.00 Uhr traf sich die gesamte Gruppe und wir fuhren bei Sonnenschein und in angenehmer Wärme nach Carteret zum Strandspaziergang.

Beeindruckt waren wir, als wir mitten zwischen Strandhäusern auf eine Kreuzotter stießen, die vollends damit beschäftigt war, eine Maus zu verschlingen.

Auf dem Rückweg ging's zum Einkaufen in die Keksfabrik, anschließend war Abendessen in der Crêperie "Le moulin de la Haule" angesagt.

Der Sonntag (10.10.10) war für die Landungsstrände reserviert: Wir begannen mit La Pointe du Hoc, einem Felsvorsprung in den Klippen südwestlich von Omaha Beach. Hier erwarteten die Alliierten 1944 eine deutsche Artilleriebatteriestellung, deren Geschütze sowohl den Strand von Omaha Beach als auch den von Utah Beach hätten erreichen können. Nachdem La Pointe du Hoc von einem Rangerregiment der Amerikaner erobert worden war, stellten diese zu ihrer Überraschung fest, dass die Kanonen fehlten. Sie waren gegen riesige Holzbohlen ausgetauscht worden.

La Pointe du Hoc gehört heute zu den meistbesuchten historischen Orten der Normandie, weil der Ort in dem Zustand erhalten geblieben ist, in dem er sich 1944 befunden hatte.

Anschließend ging es weiter an den Strand "La Madeline" (Utah Beach) und dann in den Ort Sainte-Mère-Église. Dieser Ort wurde bekannt durch den Film "Der längste Tag", in dem u.a. gezeigt wird, wie die Fallschirmjäger kurz nach Mitternacht mitten im Ort landeten.

Am Kirchturm hängt heute die Figur des Soldaten John Steele, dessen Fallschirm sich am 06.06.1944 am Kirchendach verfangen hatte.

In der Kirche selbst treffen Kirchliches und Militärisches aufeinander:

So stellt eines der  Kirchenfenster die Jungfrau Maria dar, umringt von Fallschirmjägern.

Zum Abendessen trafen wir im Restaurant "Auberge Vallée de la Douve" in L'Étang-Bertrand auch Lehrkräfte vom Collège sowie Fredo, den stellvertretenden Vorsitzenden des Comite Jumelage.

Am Montagmorgen trennten sich die Wege der Lehrkräfte:

Einige trafen sich zum Rundgang über den Marktplatz sowie zur Schlossbesichtigung.

Die geschichtlich interessierten machten sich noch einmal auf den Weg nach Sainte-Mère-Église, um sich die Ausstellungsstücke im Musée Airborne anzusehen. (Es lohnte sich!) 

Auszeichnungen und Fotos von John Steele

Bericht eines deutschen Soldaten, der

im Kirchturm Stellung bezogen hatte, als

John Steele am Kirchendach hing.

Um 12.30 Uhr sahen wir uns im Collège wieder! Der neue Schulleiter hatte uns zum Mittagessen in die Schulkantine eingeladen: Es gab Spaghetti Bolognese bzw. Spaghetti mit Lachs. Nach dem Mittagessen besichtigten wir die Schule, bevor es weiter nach Cherbourg zum Shopping ging. So fürchterlich interessant war das allerdings nicht, auch weil viele Geschäfte montags geschlossen hatten. Folglich machten wir uns frühzeitig auf den Rückweg und fanden so noch Zeit, dem deutschen Soldatenfriedhof Orglandes einen Besuch abzustatten, auf dem über 10.500 Soldaten ihren letzte Ruhestätte gefunden haben.

Den Abend verbrachten wir in gemütlicher Runde bei Tollemers. 

Am Dienstag fuhren zwei "geschichtlich-nicht-zu-bremsende" noch einmal zu den Landungsstränden. Die anderen erkundeten die Atlantikküste!

Hinweistafel auf Jean-François Millet

1814 (Gruchy, Normandie) - 1875

Castel Vendon

Küste in der Nähe von Omonville-la-Petite

Port Racine,

angeblich der kleinste Hafen Frankreichs

Phare du Cap de la Hague

Nez de Voidries

Marie-Claire ließ es sich nicht nehmen, uns am späten Dienstagnachmittag mit Kaffee, Tee und Kuchen zu bewirten, bevor wir uns, nach einem letzten Einkauf, gegen 19.00 Uhr auf den Rückweg nach Lachendorf machten! Schade, die Zeit war viel zu schnell vorbei gegangen.