Kirchliche Feiertage

Mit Wirkung vom 23. Juni 2005 ist das Niedersächsische Gesetz über die Feiertage geändert worden. Die Änderung wurde in § 11 vollzogen:

Den Schülerinnen und Schülern ist an den ... Feiertagen ihrer Religionsgemeinschaft ... Gelegenheit zu geben, an Gottesdiensten oder vergleichbaren Veranstaltungen teilzunehmen. ... 

Am 04.11.2005 (sinniger Weise nach dem Reformationstag 2005) wurde dann der RdErl. d. MK veröffentlicht. 

Achtung: Neu ist, dass die Unterrichtsbefreiung schriftlich beantragt werden muss (vergl. Ziffer 1.4!), es gibt also nicht mehr automatisch unterrichtsfrei!

Auszug aus dem RdErl. d. MK: 

1.  Evangelische und katholische Feiertage
1.1 Nach § 11 in Verbindung mit § 7 des Niedersächsischen Gesetzes über die Feiertage ist evangelischen Schülern am Epiphaniastag, am Reformationstag, am Buß- und Bettag sowie am Gründonnerstag, katholischen Schülern am Heiligendreikönigstag, an Fronleichnam und Allerheiligen sowie am Gründonnerstag Gelegenheit zu geben, am Gottesdienst oder an vergleichbaren religiösen Veranstaltungen teilzunehmen; der Teilnahme an einem Gottesdienst gleich gestellt ist die Teilnahme an einer Fronleichnamsprozession. Für evangelische und katholische Lehrkräfte gilt das Entsprechende, soweit dringende dienstliche Gründe nicht entgegenstehen.
1.2  In den vergleichbaren religiösen Veranstaltungen nach Nr. 1.1 muss das Anliegen des kirchlichen Feiertags zum Ausdruck kommen. Solche Veranstaltungen können z. B. sein: Schulandachten, Diskussionsforen, musikalische oder künstlerische Darbietungen, Vorträge, Besuche in Kirchen und kirchlichen Einrichtungen, gemeinsame Projekte von Schule und Kirche.
1.3  Schülern sowie Lehrkräften der jeweils anderen Konfession, einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft kann die Teilnahme an Veranstaltungen nach Nrn. 1.1 und 1.2 ermöglicht werden, sofern das Anliegen des kirchlichen Feiertags gewahrt bleibt. Die Schule hat dies bei der Unterrichtsgestaltung an den kirchlichen Feiertagen zu berücksichtigen.
1.4 Der Wunsch zur Teilnahme an einer der in Nrn. 1.1 und 1.2 genannten Veranstaltungen ist von den Erziehungsberechtigten oder dem religionsmündigen Schüler dem Klassenlehrer oder dem Tutor, von der Lehrkraft dem Schulleiter rechtzeitig schriftlich mitzuteilen.
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